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SCHMELZ.
KANINCHEN.

// Landkreis Saarlouis · Saarland · Gitterboxen-Haltung
Fall-Nr.
016
Status
VERDACHT TIERSCHUTZWIDRIGE HALTUNG
Ort
SCHMELZ · LK SAARLOUIS · SAARLAND
Material
FOTOS & VIDEOS · OKT 2022
Veröffentlichung
1. DEZ 2022 · PETA
Anzeige
STA SAARBRÜCKEN · PETA
Behörde
LAV SAARLAND (Verbraucherschutz)
Recherche-Stand
17. JUNI 2026
VERDACHT NUTZTIERHALTUNG PETA wurden 2022 Aufnahmen aus Schmelz zugespielt: Kaninchen in engen, kotverschmutzten Gitterboxen, verschimmelte Wasserspender, kein Auslauf. PETA erstattete Strafanzeige und kritisierte das Veterinäramt.
HINWEISE BITTE AN DAS LANDESAMT FÜR VERBRAUCHERSCHUTZ SAARLAND ODER AN PETA: peta.de · LAV-Saarland

[ KURZFAZIT ]

Im Oktober 2022 wurden PETA nach eigenen Angaben wiederholt Fotos und Videos von Kaninchen in engen, kotverschmutzten Gitterboxen auf einem Grundstück in Schmelz im Landkreis Saarlouis zugespielt. Am 1. Dezember 2022 veröffentlichte PETA den Fall und teilte mit, Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Saarbrücken erstattet sowie das Landesamt für Verbraucherschutz Saarland mehrfach eingeschaltet zu haben. PETA beschrieb die Haltung als mutmaßliche Mastkaninchenhaltung in viel zu engen, verschmutzten Gitterboxen mit verschimmelten Wasserspendern.

BILD berichtete am 1. Dezember 2022 unter der Überschrift „Die Kaninchen-Schande von Schmelz". Beschrieben wurden unhaltbare Zustände: enge Gitterboxen, kein Auslauf, verschimmelte Wasserspender und Kaninchen in den eigenen Fäkalien.

01WAS WAR AUF DEN AUFNAHMEN ZU SEHEN?

Die Aufnahmen sollen drei kleine Gitterboxen zeigen. Aufteilung nach PETA-Angaben:

Box 1
♀ Weibchen
in enger Gitterbox
Box 2
♀ Weibchen
in enger Gitterbox
Box 3
♂ Männchen
in enger Gitterbox

Laut PETA: offenbar Haltung als sogenannte Mastkaninchen · verschimmelte Wasserspender · Kotverschmutzung · kein Auslauf.

02GESICHERTE ZEITLEISTE

Datum / Zeitraum
Belastbarer Inhalt
Quelle
Oktober 2022
PETA werden nach eigenen Angaben wiederholt Fotos und Videos von Kaninchen in engen, kotverschmutzten Gitterboxen auf einem Grundstück in Schmelz zugespielt.
PETA
Okt./Nov. 2022
Die Aufnahmen sollen drei kleine Gitterboxen zeigen — zwei mit weiblichen, eine mit einem männlichen Kaninchen; laut PETA offenbar als sogenannte Mastkaninchen.
PETA
1. Dezember 2022
PETA veröffentlicht den Fall: „Schmelz: Kaninchen offenbar zur Mast in schmutzige, enge Gitterboxen gesperrt". PETA erstattet Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Saarbrücken und wendet sich mehrfach an das Landesamt für Verbraucherschutz Saarland.
PETA
1. Dezember 2022
BILD berichtet über die „Kaninchen-Schande von Schmelz" — enge Gitterboxen, fehlender Auslauf, verschimmelte Wasserspender, Kaninchen in Fäkalien.
BILD
2. Dezember 2022
Blaulichtreport Saarland greift den Fall auf und übernimmt zentrale PETA-Angaben.
Blaulichtreport Saarland
6. März 2023
PETA nimmt das Landesamt für Verbraucherschutz Saarland in die FLOP 5 der Veterinärämter 2022 auf — u. a. wegen des Falls Schmelz. PETA wirft der Behörde vor, nicht ausreichend eingeschritten zu sein.
PETA
Stand 17. Juni 2026
Belegbar: Aufnahmen, Veröffentlichung, Strafanzeige, Behördenadressaten, PETA-Kritik. Keine öffentliche Quelle für Anklage, Urteil, Bußgeld, Wegnahme oder Verbleib der Tiere.
PETA / BILD /
Blaulichtreport

03AKTUELLER STAND

› BELASTBAR BESTÄTIGT

PETA erstattete Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Saarbrücken und wandte sich mehrfach an das Landesamt für Verbraucherschutz Saarland. PETA begründete dies mit mutmaßlich tierschutzwidriger Haltung: zu kleine Gitterboxen, Kotverschmutzung, verschimmelte Wasserspender, fehlender Auslauf und tägliches Leid der Tiere.

✕ NICHT BELASTBAR BESTÄTIGT

Keine öffentliche Quelle für Anklage, Urteil, Strafbefehl, Einstellung, Bußgeld, ein rechtskräftiges Tierhalteverbot, eine behördliche Wegnahme der Kaninchen oder den späteren Verbleib der Tiere.

04WAS IST SICHER ÜBER DIE HALTUNG?

In Schmelz im Landkreis Saarlouis wurden PETA im Oktober 2022 wiederholt Fotos und Videos von Kaninchen in engen, kotverschmutzten Gitterboxen zugespielt. PETA beschrieb verschimmelte Wasserspender, fehlenden Auslauf und eine Haltung, die nach Auffassung der Organisation die Vorgaben der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung deutlich unterschreitet. PETA erstattete Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Saarbrücken und informierte mehrfach das Landesamt für Verbraucherschutz Saarland.

Quelle: PETA · BILD · Blaulichtreport Saarland (Dez. 2022)

05WAS IST MIT „MASTKANINCHEN"?

PETA formulierte, die Tiere würden offenbar als sogenannte Mastkaninchen gehalten. BILD schrieb ebenfalls, es handele sich „anscheinend" um Fleischzucht.

SAUBERE FORMULIERUNG

Nach PETA-Angaben handelte es sich offenbar um eine Mastkaninchenhaltung bzw. um zur Fleischgewinnung gehaltene Kaninchen. Eine amtliche Bestätigung dieses Haltungszwecks ist öffentlich nicht auffindbar.

06WAS IST MIT DER BEHÖRDE?

PETA kritisierte das Landesamt für Verbraucherschutz Saarland später deutlich und nahm es wegen des Falls Schmelz in die FLOP 5 der Veterinärämter 2022 auf. In der PETA-Mitteilung heißt es sinngemäß, Kaninchen seien in schmutzige, enge Gitterboxen gesperrt worden und das Veterinäramt sei nach PETAs Bewertung nicht ausreichend eingeschritten.

› PETA-KRITIK · LAV SAARLAND

PETA warf dem zuständigen Landesamt für Verbraucherschutz Saarland vor, im Fall Schmelz nicht ausreichend eingeschritten zu sein. Eine unabhängige gerichtliche Bewertung dieser Kritik ist öffentlich nicht auffindbar — es handelt sich um eine PETA-Bewertung, keine gerichtliche Feststellung.

07JURISTISCHER RAHMEN

§ 17 TierSchG · Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung

Bei einer solchen Kaninchenhaltung kommen grundsätzlich das Tierschutzgesetz und je nach Einordnung der Haltung auch die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung in Betracht. PETA berief sich ausdrücklich darauf, dass die beschriebenen Haltungsbedingungen die Vorgaben der TierSchNutztV aus Sicht der Organisation deutlich unterschreiten würden.

Wichtig: Ob daraus strafrechtlich eine Verurteilung oder verwaltungsrechtlich eine konkrete Maßnahme wurde, ist öffentlich nicht belastbar belegt. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung gilt die Unschuldsvermutung.

08BELASTBARE FORMULIERUNG FÜR ÖFFENTLICHE BEITRÄGE

Der Fall Schmelz ist kein Gerücht. Im Oktober 2022 wurden PETA nach eigenen Angaben wiederholt Fotos und Videos von Kaninchen in engen, kotverschmutzten Gitterboxen auf einem Grundstück in Schmelz im Landkreis Saarlouis zugespielt. PETA berichtete von viel zu kleinen Boxen, fehlendem Auslauf, verschimmelten Wasserspendern und Tieren, die in ihren eigenen Fäkalien leben mussten.

Am 1. Dezember 2022 erstattete PETA Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Saarbrücken und wandte sich mehrfach an das Landesamt für Verbraucherschutz Saarland. BILD berichtete damals unter der Überschrift „Die Kaninchen-Schande von Schmelz". Ein öffentlich belegbarer Strafabschluss, eine Anklage oder eine behördlich bestätigte Wegnahme der Tiere ist derzeit nicht auffindbar.

09QUELLEN

PETA (01.12.2022)Pressemitteilung „Schmelz: Kaninchen offenbar zur Mast in schmutzige, enge Gitterboxen gesperrt" — Aufnahmen, Strafanzeige, Behördenadressaten.
BILD (01.12.2022)„Die Kaninchen-Schande von Schmelz" — enge Gitterboxen, kein Auslauf, verschimmelte Wasserspender, Kaninchen in Fäkalien.
Blaulichtreport Saarland (02.12.2022)Bericht auf Basis der PETA-Angaben.
PETA (06.03.2023)FLOP 5 der Veterinärämter 2022 — LAV Saarland aufgenommen mit Bezug auf den Fall Schmelz.
§ 17 TierSchGStrafrechtliche Grundlage — bis zu 3 Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe.
Tierschutz-NutztierhaltungsverordnungVerwaltungsrechtliche Vorgaben — von PETA als deutlich unterschritten bewertet.

10HAST DU HINWEISE?

Wenn du Hinweise auf tierschutzwidrige Kaninchen- oder andere Nutztierhaltungen in Schmelz oder im Saarland hast — melde dich beim Landesamt für Verbraucherschutz Saarland, bei PETA oder vertraulich bei exisTIERt. Auch anonyme Hinweise sind möglich. Guidelines.

PETA · HINWEIS MELDEN EXISTIERT KONTAKTIEREN ALLE FÄLLE
Hinweis exisTIERt: Diese Seite fasst öffentlich zugängliche Quellen (PETA-Presseportal, BILD, Blaulichtreport Saarland) zusammen. Es werden keine Namen, keine privaten Adressen und keine ungeprüften Vorwürfe veröffentlicht. Die Einordnung als „Mastkaninchen" sowie die Kritik an der Behörde sind PETA-Angaben/Bewertungen, keine gerichtlichen Feststellungen. Bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung gilt die Unschuldsvermutung. Stand der Recherche: 17. Juni 2026.

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