Verhaltenskodex für alle, die mitmachen wollen.
exisTIERt ist ein dezentrales Kollektiv gegen Tierquälerei.
Wir stehen für Aufklärung, Dokumentation, rechtmäßiges Handeln, stille Mahnwachen,
öffentliche Aufmerksamkeit und konsequenten Druck auf Behörden, Politik und Justiz.
Wir sind kein Verein.
Wir sind keine Bürgerwehr.
Wir sind kein Pranger.
Wir sind keine Bühne für Selbstdarstellung.
Wir sind ein Netzwerk von Menschen, die Tierleid nicht hinnehmen – aber sich dabei klar
an Recht, Fakten und Verantwortung halten. Wer sich exisTIERt
anschließen oder den Namen nutzen möchte, akzeptiert folgende Regeln.
01WER DARF MITMACHEN?
Mitmachen darf grundsätzlich jede Person, die unsere Grundhaltung teilt:
Du bist gegen Tierquälerei.
Du willst Tiere schützen.
Du willst Missstände sichtbar machen.
Du respektierst geltendes Recht.
Du akzeptierst Persönlichkeitsrechte.
Du handelst nicht aus Hass, Rache oder Selbstdarstellung.
Du bist bereit, sachlich zu dokumentieren, statt blind zu eskalieren.
Dabei ist egal, ob du alleine aktiv bist, in einer Gruppe arbeitest, Tierschützer, Tierhalter,
Zeuge, Unterstützer, Fotograf, Rechercheperson, Ordner bei Mahnwachen oder einfach Mensch mit Haltung bist.
Wichtig ist nicht, wer du bist.
Wichtig ist, wie du handelst.
02WER DARF NICHT MITMACHEN?
Nicht willkommen sind Personen, die:
Tierleid zur eigenen Profilierung nutzen.
Fälle ausschlachten, um Klicks, Reichweite oder Geld zu generieren.
Menschen ohne belastbare Fakten öffentlich an den Pranger stellen.
Private Adressen veröffentlichen oder verbreiten.
Zu Gewalt, Drohungen oder Einschüchterung aufrufen.
Selbstjustiz befürworten oder durchführen.
Illegale Aktionen planen oder unterstützen.
Behördenarbeit behindern.
Beweise manipulieren oder Gerüchte als Tatsachen darstellen.
Mahnwachen für politische Hetze, persönliche Abrechnungen oder Eigenwerbung missbrauchen.
exisTIERt ist unbequem, laut und klar.
Aber exisTIERt ist nicht rechtsfrei.
03FAKTEN VOR EMOTIONEN
Tierquälerei macht wütend. Das ist nachvollziehbar. Aber Wut ersetzt keine Fakten.
Darum gilt:
Wir prüfen Informationen, bevor wir sie verbreiten.
Wir trennen Verdacht, Tatsache und Meinung klar voneinander.
Wir nennen nur das öffentlich, was belegbar, rechtlich vertretbar und notwendig ist.
Wir behaupten nichts, was wir nicht nachweisen können.
Wir verbreiten keine Screenshots, Namen, Adressen oder Bilder, wenn dadurch Persönlichkeitsrechte verletzt werden könnten.
Ein Verdacht ist ein Verdacht.
Eine Anzeige ist eine Anzeige.
Eine Verurteilung ist eine Verurteilung.
Diese Unterscheidung ist Pflicht.
04KEIN ÖFFENTLICHER PRANGER
exisTIERt stellt keine Menschen ungeprüft öffentlich an den Pranger. Das bedeutet:
Keine Veröffentlichung privater Anschriften.
Keine Aufrufe zum Aufsuchen von Wohnorten.
Keine Steckbrief-Posts mit Privatpersonen.
Keine Hetzjagden.
Keine Drohungen.
Keine Beleidigungen.
Keine Bloßstellung von Angehörigen, Kindern, Arbeitgebern oder unbeteiligten Dritten.
Wer Tierquälerei begangen haben soll, gehört angezeigt, dokumentiert und den zuständigen Behörden gemeldet.
Nicht die Straße entscheidet.
Nicht Facebook entscheidet.
Nicht TikTok entscheidet.
Am Ende entscheiden Ermittlungsbehörden und Gerichte.
Wir machen DRUCK.
Aber wir ersetzen nicht den RECHTSSTAAT.
05KEINE GEWALT · KEINE DROHUNGEN · KEINE ILLEGALEN AKTIONEN
exisTIERt duldet keine Gewalt.
Nicht gegen Menschen.
Nicht gegen Eigentum.
Nicht gegen Behörden.
Nicht gegen mutmaßliche Täter.
Nicht gegen deren Umfeld.
Ebenso verboten sind:
Drohungen, Einschüchterung, Stalking, Doxxing
Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Hacking
Illegale Befreiungsaktionen
Aufrufe zu Straftaten
Blockaden ohne rechtliche Grundlage
Sabotage, Selbstjustiz
Unsere Mittel sind:
Dokumentation · Anzeige · Behördenkontakt
Öffentlichkeitsarbeit · Petitionen · Mahnwachen
Rechtlicher Druck · Politische Forderungen
Aufklärung · Vernetzung
Laut ja. Illegal nein.
06VERHALTEN BEI VERDACHTSFÄLLEN
Wer einen Fall von Tierquälerei entdeckt oder gemeldet bekommt, handelt besonnen. Grundsätzlich gilt:
Gefahr für Menschen oder akute Straftat: Polizei 110.
Akute Lebensgefahr für ein Tier: zuständige Stellen, Tierarzt, Veterinäramt, Polizei oder Feuerwehr je nach Lage.
Haltungsnotstand: Veterinäramt informieren.
Fundtier oder verletztes Tier: zuständige kommunale Stelle, Tierarzt, Tierrettung oder Auffangstation kontaktieren.
Beweise sichern, aber keine Straftaten begehen.
Dokumentiere sachlich:
Datum · Uhrzeit · Ort
Beobachtung · Zeugen
Fotos oder Videos, soweit rechtlich zulässig
Kennzeichen nur für Behörden, nicht öffentlich
Verlauf der Meldung · zuständige Stelle · Aktenzeichen, falls vorhanden
WICHTIG: Nicht provozieren, nicht betreten, nicht bedrohen, nicht eigenmächtig Tiere wegnehmen.
07UMGANG MIT BILD- UND VIDEOMATERIAL
Bildmaterial kann wichtig sein. Aber es kann auch Persönlichkeitsrechte verletzen,
Ermittlungen gefährden oder Betroffene zusätzlich belasten. Darum gilt:
Grausames Material wird nicht zur Unterhaltung verbreitet.
Bilder von Tierleid werden nur genutzt, wenn sie für Aufklärung oder Beweisführung notwendig sind.
Gesichter, Adressen, Kennzeichen und private Daten werden unkenntlich gemacht, sofern keine rechtlich sichere Grundlage zur Veröffentlichung besteht.
Videos von Gewalt gegen Tiere werden nicht sensationsgierig geteilt.
Kein Content wird monetarisiert, wenn er auf Tierleid basiert.
Tierleid ist kein Geschäftsmodell.
Tierleid ist kein Klickköder.
Tierleid ist ein Auftrag zum Handeln.
08VERHALTEN IN SOZIALEN MEDIEN
Wer im Namen von exisTIERt auftritt, trägt Verantwortung. Deshalb gilt:
Sachlich bleiben, auch wenn andere provozieren.
Keine Beleidigungen.
Keine falschen Tatsachenbehauptungen.
Keine privaten Daten veröffentlichen.
Keine Screenshots aus privaten Chats ohne Zustimmung.
Keine internen Informationen ungeprüft herausgeben.
Keine Gerüchte weitertragen.
Keine persönlichen Fehden unter dem Namen exisTIERt führen.
Klare Kante ist erlaubt. Diffamierung nicht.
Man darf laut sein.
Man darf wütend sein.
Man darf unbequem sein.
Aber man muss sauber bleiben.
09MAHNWACHEN & ÖFFENTLICHE AKTIONEN
exisTIERt organisiert und unterstützt stille, friedliche Mahnwachen
gegen Tierquälerei. Dabei gelten folgende Regeln:
Friedlich bleiben.
Keine Gewalt. Keine Bedrohungen. Keine Hetze.
Keine parteipolitische Vereinnahmung.
Keine privaten Täteradressen auf Plakaten.
Keine Fotos mutmaßlicher Täter ohne rechtliche Prüfung.
Keine Störung von Polizei, Behörden oder Rettungskräften.
Anweisungen von Versammlungsleitung und Polizei befolgen.
Kerzen, Plakate, Redebeiträge und Musik müssen dem würdigen Charakter entsprechen.
Eine Mahnwache ist kein Mob.
Eine Mahnwache ist ein Zeichen.
Für Tiere. Gegen Gewalt. Für Recht und Konsequenzen.
10KEINE SELBSTDARSTELLUNG AUF KOSTEN DER TIERE
exisTIERt ist kein Projekt für Ego, Ruhm oder Reichweite. Wer mitmacht, stellt die Tiere in den Mittelpunkt.
Nicht sich selbst.
Nicht seine Marke.
Nicht seine Spendenseite.
Nicht seine Likes.
Nicht seine Follower.
Nicht seinen persönlichen Kampf gegen andere Tierschützer.
Natürlich darf Öffentlichkeitsarbeit sichtbar sein. Natürlich braucht Tierschutz Reichweite.
Aber Reichweite ist Mittel zum Zweck – nicht der Zweck selbst.
Wer Tierleid benutzt, um sich selbst zu inszenieren, passt nicht zu exisTIERt.
11UMGANG MITEINANDER
Auch innerhalb von exisTIERt gilt Respekt. Wir erwarten:
ehrliche Kommunikation
verlässliches Handeln
keine Intrigen
keine öffentlichen Grabenkämpfe
keine Weitergabe interner Informationen
keine Verleumdungen
keine persönlichen Angriffe
keine Ausnutzung anderer Menschen
keinen Druck auf Betroffene oder Zeugen
Unterschiedliche Meinungen sind erlaubt. Ego-Kämpfe nicht.
Das Ziel ist größer als einzelne Personen.
12ZUSAMMENARBEIT MIT BEHÖRDEN
exisTIERt arbeitet nicht gegen Behörden, sondern fordert konsequentes Handeln von ihnen ein. Das bedeutet:
Wir melden Verdachtsfälle korrekt.
Wir erstatten Anzeigen, wenn Fakten vorliegen.
Wir dokumentieren Aktenzeichen und Zuständigkeiten.
Wir fragen sachlich nach.
Wir üben Kritik, wenn Verfahren verschleppt oder Hinweise nicht ernst genommen werden.
Wir bleiben dabei rechtlich sauber und nachvollziehbar.
Behördenkritik ist erlaubt.
Behördenbehinderung nicht.
13POLITISCHE HALTUNG
exisTIERt ist gegen Tierquälerei. Unsere Forderungen richten sich
an alle Parteien, Behörden und Entscheidungsträger. Wir lassen uns nicht parteipolitisch vereinnahmen.
Wer Tierschutz ernst meint, muss handeln:
für härtere Strafen bei Tierquälerei
für konsequent kontrollierte Tierhalteverbote
für bessere Erfassung von Tätern
für stärkere Veterinärämter
für funktionierende Meldewege
für ernsthafte Strafverfolgung
für Schutz statt Symbolpolitik
Parteifahnen stehen bei exisTIERt nicht im Mittelpunkt.
Die Tiere stehen im Mittelpunkt.
14NUTZUNG DES NAMENS exisTIERt
Wer den Namen exisTIERt nutzt, verpflichtet sich zur Einhaltung dieser Guidelines.
Der Name darf nicht genutzt werden für:
illegale Aktionen
Spendenaufrufe ohne Transparenz
Hetzkampagnen
private Racheaktionen
Prangerseiten
politische Extremismuswerbung
kommerzielle Eigenwerbung
Content-Monetarisierung mit Tierleid
Verbreitung ungeprüfter Vorwürfe
Wer gegen diese Grundsätze verstößt, handelt nicht im Namen von
exisTIERt.
15UNSERE GRUNDREGELN IN KURZFORM
01
TIERE SCHÜTZEN
Nicht sich selbst inszenieren.
02
FAKTEN PRÜFEN
Nicht Gerüchte verbreiten.
03
ANZEIGEN ERSTATTEN
Nicht Selbstjustiz üben.
04
LAUT WERDEN
Aber rechtlich sauber bleiben.
05
MAHNWACHEN ORGANISIEREN
Friedlich, würdevoll und klar.
06
PERSÖNLICHKEITSRECHTE ACHTEN
Keine Adressen, keine Hetzjagden, kein Pranger.
07
BEHÖRDEN EINSCHALTEN
Druck machen, aber nicht Ermittlungen gefährden.
08
TIERLEID NICHT MONETARISIEREN
Kein Geld, keine Klicks, keine Profilierung mit Gewalt gegen Tiere.
09
KEINE GEWALT
Keine Drohungen. Keine illegalen Aktionen.
10
VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN
Wer exisTIERt sagt, übernimmt Verantwortung.
·SCHLUSSWORT
exisTIERt bedeutet:
Diese Tiere waren da.
Sie hatten Angst.
Sie hatten Schmerzen.
Sie wurden verraten, gequält oder getötet.
Und sie dürfen nicht vergessen werden.
Wir stehen für sie ein.
Mit Haltung.
Mit Stimme.
Mit Öffentlichkeit.
Mit Recht und Gesetz.
Wir sind laut, weil sie es nicht sein konnten.
Wir handeln, weil Wegsehen keine Option ist.
Wir bleiben sauber, weil der Kampf für Tiere nicht durch Rechtsbruch beschädigt werden darf.
exisTIERt – gegen Tierquälerei.
Für Gerechtigkeit.
Mit Recht. Mit Haltung. Ohne Selbstjustiz.